Überreichung des Deutschen Reporterpreises 2018 an das Team von Radmesser
Foto: Daniel Wolcke
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AKTUELLES IM MIZ AUF EINEN BLICK
Das Team von Radmesser mit dem Deutschen Reporterpreis 2018 in der Kategorie Datenjournalimus
04.12.2018 - 07:30

Das Team von Radmesser erhält den Deutschen Reporterpreis 2018 in der Kategorie Datenjournalismus

Grund zur Freude in der MIZ-Innovationsförderung: Michael Gegg, Hendrik Lehmann und David Meidinger wurden gemeinsam mit ihren Tagesspiegel-KollegInnen Fabian Altenried, Andreas Baum, Jakob Kluge, Hannes Soltau und Helena Wittlich wurden mit dem Deutschen Reporterpreis 2018 in der Kategorie Datenjournalismus für das Projekt Radmesser ausgezeichnet.

Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 3. Dezember 2018 in Berlin wurden herausragende journalistische Arbeiten in insgesamt 13 Kategorien geehrt. Die DatenjournalistInnen von Radmesser setzten sich in ihrer Kategorie gegen acht weitere herausragende Einreichungen durch.

      

Die Jury des Deutschen Reporterpreis 2018, bestehend aus preisgekrönten ReporterInnen, prominenten PublizistInnen und AutorInnen, formulierte Ihre Entscheidung mit der Begründung:

„[...] Das sei vorbildlicher Lokaljournalismus, […], der mit neuesten Mitteln die Lebenswirklichkeit der Leserinnen beschreibt. Ganz zu schweigen davon, dass „Radmesser“ liebevoll, facettenreich und visuell ansprechend produziert wurde.“
(Quelle: www.reporter-forum.de)

Über das Projekt Radmesser

Seit dem 1. Mai 2018 arbeitet das interdisziplinäre Team um Michael Gegg im Rahmen der MIZ-Innovationsförderung mit großem persönlichen Einsatz an der Erhebung und Auswertung der Daten für das Projekt. Die für die Messung von Überholvorgängen im Berliner Verkehr erforderlichen Sensoren wurden von dem interdisziplinären Team selbst gebaut.

100 BürgerInnen beteiligten sich aktiv und fuhren mit der Technik am Fahrradrahmen freiwillig tagsüber durch die Hauptstadt, um die Datenbasis für die umfangreiche Swipe-Story und weitere Berichte zu schaffen. Wie die Messmethode genau funktioniert, verrät >>> dieser Artikel.

Das Team um Hendrik Lehmann beim Tagesspiegel hat aus allen Informationen eine breite lokaljournalistische Berichterstattung lanciert, die bei BürgerInnen Politik, Stadtplanern und Medien sowie international ein ungewöhnlich positives Echo auslöste.

Über den Deutschen Reporterpreis

Der Reporterpreis wird seit 2009 vom Reporter-Forum als Preis von JournalistInnen für JournalistInnen verliehen. Die Initiative von JournalistInnen dient der Sicherung der Qualität des Journalismus und seiner Bedeutung für eine lebendige Demokratie. Dabei widmen sich die Mitglieder explizit der Erprobung von neuen journalistischen Formen und dem experimentellen Umgang mit neuen digitalen Möglichkeiten.

>>> Reporter-Forum Website

>>> Radmesser Swipe-Story @Tagesspiegel

>>> Radmesser in der MIZ-Innovationsförderung

Foto: H. Lehmann

Fahrrad mit Radmesser-Sensor am Rahmen - Abstandsmessungen in Berlin
04.12.2018 - 07:45

Sicherheitslücke - JournalistInnen von Radmesser belegen mangelnde Sicherheit von RadfahrerInnen mit Messdaten

Die Abstände sind zu gering: Wenn RadfahrerInnen sich in den Berliner Verkehr mischen, kommen ihnen viele AutofahrerInnen mit dem Fahrzeug deutlich näher, als Sicherheitsvorschriften erlauben. Physiker Michael Gegg, Projektverantwortlicher des Projekts Radmesser im Rahmen der MIZ-Innovationsförderung und das Daten-Team des Tagesspiegels um Hendrik Lehmann haben signifikante Erkenntnisse zu mangelnden Sicherheit im fließenden Verkehr Berlins mit Daten belegt und dokumentiert.

Jetzt veröffentlicht das Team die Ergebnisse der Auswertung aus 16.700 einzelnen Messungen von Überholvorgängen, die mit Unterstützung von 100 Freiwilligen in Berlin durchgeführt wurden.

      

Die Auswertung der Messdaten belegt, was viele BürgerInnen tagtäglich „erfahren“

Die gemessenen Werte bestätigen, was Viele aus persönlicher Erfahrung kennen: Bei der Überwigenenden Zahl der Fälle liegen Sicherheitsabstände zwischen PKW, LKW oder Bus und Fahrrad unter 1,50 m, zum Teil auch deutlich darunter – mit beträchtlichen Risiken für RadfahrerInnen.

Die schwächsten unter den Verkehrsteilnehmer- Innen reagieren mit Angst auf aggressives Fahrverhalten, aber auch zahlreiche AutofahrerInnen schätzen die Situation als gefährlich ein.

An der Radmesser-Umfrage zur Bewertung der Radfahr-Situation in Berlin beteiligten sich rund 5000 BürgerInnen. Der spannende Bericht mit aufschlussreichen Visualisierungen ist jetzt im Radmesser Kapitel 6 „Radnarben“ abrufbar.
Welche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation Berlins RadfahrerInnen fordern, erfahrt Ihr >>> hier.

Die Ergebnisse zur Sicherheit von RadfahrerInnen im Berliner Verkehr sind alarmierend

Neben einem alarmierenden Ausblick auf die Verkehrssituation geben die Messwerte auch interessante weitere Aspekte frei - rechnet man zum Beispiel potenzielle Bußgelder allein für alle im Zeitraum der Datenerhebung gemessenen Regelverstöße auf, kommt ein immenser Betrag zusammen, wie die Redaktion im Checkpoint kommentiert

Die Radmesser-Recherchen
und Auswertungen werden fortgesetzt

Welche Strecken im Berliner Straßennetz für RadfahrerInnen besonders heikel und welche sicherer sind, erfahrt Ihr in Kürze in der Radmesser Swipe-Story.

>>> zur Radmesser Swipe-Story 

>>> Artikel "Tagesspiegel Radmesser zeigt:
Die meisten Autos überholen gefährlich eng"

>>> Tagesspiegel-Artikel: 
"So gefährlich werden Radfahrer in Berlin überholt"

>>> Radmesser @ MIZ-Innovationsförderung

Visual Start Now What's Next Konferenz 2018
04.12.2018 - 08:00

Schön war‘s – bei #NowNext18 - Innovation in Journalism and Media

Die MediengründerInnen Konferenz „Start Now! What’s Next? – Innovation in Media and Journalism” startete am 19. November im MIZ Babelsberg mit ganz viel Lametta, frisch gebrühtem Kaffee und einem inspirierenden Kick-Off-Talk mit Gründerin Linda Brack (#Frauenmacht & flow education).

In individuellen Business-Model-Coachings, Kommunikationsberatungs-Sessions und Expertinnen-Runden haben GründerInnen, Interessierte und Innovationspioniere sich ausgetauscht, vernetzt und Starthilfe bekommen.

Highlights zum Event in Bild und Ton
>>> Video: Von der innovativen Idee zum Start-up

      

Workshops und Coachings
von Businessplan bis New Work

Von SpeakerInnen und Coaches wie AC Coppens (The Marketing Catalysts), Social Entrepreneurship Educator Johanna Ebeling, Rechtsanwalt David Herz, Design Thinking-Coach Ferdinand Linke, Darius Moeini (NUMA Germany), Naomi Ryland (tdb*), Wissenschaftsjournalist Dr. Jakob Vicari und Software-Entwickler Robert Schäfer erhielten die teilnehmenden Gäste zahlreiche Tipps und viele neue Impulse für den nächsten Schritt zum und im eigenen Start-up.

Role Model Sessions
Innovationen aus vier Bundesländern

Ganz im Zeichen der Gründung präsentierten die Innovationsteams vom MIZ Babelsberg, Media Lab Bayern und Vor Ort NRW in den Role Model Sessions eigene Prototypen, und berichteten über ihre wichtigsten Learnings und Herausforderungen im Entwicklungsprozess. Mit dabei waren die GründerInnen und EntwicklerInnen von:

>>> tactile.news - MIZ-Innovationsförderung
>>> Field Trip - MIZ-Innovationsförderung
>>> Radmesser - MIZ-Innovationsförderung
>>> Constructive VR - MIZ-Innovationsförderung
>>> Kontextlab - Förderung Media Lab Bayern
>>> MADAM -MIZ-Innovationsförderung
>>> MIT KIDS - Förderung Vor Ort NRW

WHAT'S NEXT
am 20.11.2018 bei ALEX Berlin

Am 20. November 2018 ging es in den Räumlichkeiten von Alex Berlin in Kooperation mit dem Media Policy Lab der mabb weiter mit #NowNext18. Die Innovation Talks zum digitalen Journalismus stellten jeweils im Close-Up die Projekte tactile.news, Radmesser, Constructive VR und XR Dok aus der Innovationsförderung des MIZ vor. Das positive Presseecho vom Berliner Tagesspiegel könnt Ihr jetzt im Artikel "MIZ-Förderprojekte arbeiten im digitalen Journalismus von morgen"  nachlesen.

Im Panel „Journalism built on trust & tools" sprachen die Datenjournalistin Patricia Ennenbach, Wolfram Leytz (rbb24) und Marie-Louise Timck(Berliner Morgenpost) mit Moderatorin Dr. Theresa Züger über Innovationen, Datenjournalismus und Veränderungen in der redaktionellen Arbeit mit neu organisierten Teams.

WHO IS WHO - AND DOES WHAT?!
Die Prototypen, Innovationen und Start-ups bei #NowNext18

Constructive VR
Felix Gaetge, Gayatri Parameswaran
Innovationsförderung MIZ-Babelsberg
Virtual Reality gilt als „Empathiemaschine“, dann das Publikum kann sich selbst buchstäblich an den konkreten Schauplatz der Berichterstattung versetzen. Constructive VR ist ein innovatives Forschungsprojekt über die Nutzung von VR- und 360°-Technik für eine konstruktive, lösungsorientierte journalistische Berichterstattung. 
>>> weitere Details zu Constructive VR

Field Trip
Eva Stotz, Frédéric Dubois
Innovationsförderung MIZ Babelsberg
Field Trip bietet neues Storytelling rund das Tempelhofer Feld in Berlin. Mit der Hypervideo-Technologie entsteht eine dynamische Dokumentation, bei der sich ZuschauerInnen interaktiv durch verschiedene Geschichten bewegen können.
>>> mehr über Field Trip

Radmesser
Michael Gegg, Hendrik Lehmann
Innovationsförderung MIZ-Babelsberg
Wie gefährlich ist Radfahren im fließenden Verkehr? Um Fakten zur Verkehrssicherheit in Berlin zu ermitteln, nutzt das Projektteam von Radmesser erfolgreich Citizen Science und Machine Learning. 100 Freiwillige beteiligen sich mit Radmesser-Sensoren am eigenen Fahrrad aktiv an Abstandsmessungen zu Überholvorgängen auf den Straßen und Radwegen Berlins. Die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für interaktive Darstellungen und die umfassende Berichterstattung in Kooperation mit dem Berliner Tagesspiegel. 
>>> mehr über Radmesser

tactile.news
Astrid Csuraji, Dr. Jakob Vicari
Innovationsförderung MIZ Babelsberg
tactile.news bringt mit Hilfe von Internet-of-Things-Technologie und vernetzten Spielfiguren altersgerechten Journalismus über ein abhörsicheres Soundsystem in die Kinderzimmer.
>>> mehr über tactile.news

XR Dok
Dr. Linda Rath-Wiggins
Innovationsförderung MIZ Babelsberg
XR Dok ist ein Open-Source-VR-Baukasten mit computergenerierten, interaktiven Templates für die journalistische Berichterstattung. JournalistInnen können damit auch ohne eigene Programmier- und Softwarekenntnisse Reportagen als Virtual-Reality-Szenario erstellen.
>>> Infos zum XR-Tool

Kontextlab
Julia Köberlein, Bernhard Scholz
Förderung: Media Lab Bayern
Um komplexe Themen zu begreifen, ist der Kontext entscheidend. Doch das Vermitteln von vernetztem Hintergrundwissen ist schwierig. Genau hierfür bietet das Team vom Kontextlab eine Webpublishing Software, mit der Wissenskomplexe umfänglich und trotzdem verständlich publiziert werden können.
>>> zur Website von Kontextlab 
Wer außerdem auf der Suche nach innovativen und leistungsfähigen Multimedia Asset Management Systemen ist, kann außerdem mit MADAM die passende Open Source Lösung finden.
>>> Infos zu MADAM

MIT KIDZ - der digitale Guide
für barrierefreie Familienfreizeit
Lenka Mildner, Thorsten Taplik
Förderung: Vor Ort NRW 
Im Rahmen des Reinvent Local Media Fellowships von Vor Ort NRW entwickeln Lenka Mildner und Thorsten Taplik ein Online-Magazin für die Freizeitplanung mit Kindern mit und ohne Behinderung im Ruhrgebiet. Denn: Bisher gibt es kaum derartige Angebote. Im Januar soll MIT KIDZ mit den Städten Bochum, Essen und Gelsenkirchen online gehen, eine Ausweitung auf ganz NRW ist geplant. 
>>> mehr erfahren

04.12.2018 - 08:30

XRDok – Journalismus als begehbares XR-Erlebnis selbst gestalten

Mit XRDok entwickelt das für seine Arbeit bereits vielfach ausgezeichnete Team des Berliner Start-ups Vragments im Rahmen der MIZ-Innovationsförderung einen innovativen VR-Baukasten. JournalistInnen können damit ohne Programmier- und Softwarekenntnisse schnell und einfach Reportagen als begehbares VR-Szenario umsetzen. NutzerInnen können so Räume virtuell betreten, die sie sonst nicht erreichen könnten.

      

Der Begriff XR Journalismus ist bislang kaum geprägt. Gemeint ist die journalistische Arbeit mit neuen Technologien wie Virtual und Augmented Reality und weiteren zukunftsweisenden Technologien, die die Wahrnehmung der Welt und das Spektrum für Kommunikation und Interaktion revolutionieren und erweitern.

>>> Informationen zum Projekt XRDok erfahren

>>> zur Website von XRDok

Projektlogo Datenguide Datenportal "zeigender Finger"
04.12.2018 - 09:30

Das Datenguide Datenportal – wo komplexe Statistiken plötzlich erklärt werden

Mit „Datenguide“ entsteht ein einfach zu bedienendes Datenportal, das die Daten der amtlichen Statistik klar und prägnant darstellt, vergleichbar macht, in Kontext setzt und erklärt. Integriert werden u. a. interaktive Grafiken und zusätzliche erklärende Inhalte. Dies versetzt JournalistInnen in die Lage, die komplexen Daten schnell abrufen, verstehen und sinnvoll nutzen zu können.

      

Zu allen Bereichen der Gesellschaft, von Angaben zur Arbeitslosigkeit bis hin zur Landwirtschaft, erfassen die Statistischen Ämter kontinuierlich Daten, die auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Wer die Abfragefunktion der bestehenden Datenportale jedoch ohne Expertise nutzen möchte, gerät aufgrund der Komplexität der Bedienung und der Menge unterschiedlicher Informationen in Zahlen schnell an eigene Grenzen. Mit Datenguide ändert sich das jetzt.

Das Projekt Datenguide wird im Rahmen der MIZ-Innovationsförderung für Medienprofis gefördert.

>>> Details zum Datenguide Datenportal

Projektteam - A. Csuraji und J. Vicari von tactile.news
04.12.2018 - 09:30

REPORTER-Tonies im Einsatz – tactile.news bringt Journalismus in die Kinderzimmer

Wie erreicht kindgerechter Journalismus die Kinderzimmer? Mit tactile.news entwickeln Astrid Csuraji und Jacob Vicari im Rahmen der MIZ-Innovationsförderung ein innovatives abhörsicheres Audio-Nachrichtensystem für die Jüngsten der Gesellschaft.

Den komplexen Anforderungen an die Qualität digitaler Kindermedien begegnet das Team mit einer einzigartigen Idee:

Mit vernetzten „Spielfiguren“ und Internet-of-Things-Technologie sollen Kinder selbst auf kuratierte Reportagen und Nachrichten aus einer geschützten Cloud zugreifen. Der Umgang mit tagesaktuellen Nachrichten kann so spielerisch erlernt werden.

      

Aktuell wird der Prototyp eines Content-Management-Systems für die kontinuierliche Produktion und Ausspielung von Audio-Inhalten für die Vier- bis Zehnjährigen entwickelt. Zudem soll die erste „Reporter-Spielfigur“ entstehen. Das Prinzip: Wird die Figur auf das Audiosystem gesetzt, beginnt das Hörabenteuer im Kinderzimmer.

Die Ausspielung erfolgt über die bereits etablierte Toniebox, der viele Eltern bereits aufgrund der Abhörsicherheit und der leichten Bedienbarkeit für Kinder vertrauen. Der CMS-Code wird später als Open Source zur Verfügung gestellt und kann damit für andere Audiosysteme adaptiert werden.

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