Gute Bots im Journalismus – „SensorStory“ aus MIZ-Innovationsförderung in den Nieman Reports der Harvard University

Wer an Bots in der Medienwelt denkt, der denkt wohl als erstes an Manipulation, Glaubwürdigkeitsverlust und Fake News. Über Beispiele dafür, wie Bots Vertrauen in den Journalismus stärken und neue Zugänge zu komplexen Themen ermöglichen können, schreibt dagegen Nicholas Diakopoulos in einem Artikel, der nun in den Nieman Reports, dem Magazin der Harvard University für Leadership im Journalismus, erschien. Mit dabei: ein Projekt, dessen Prototyp in der MIZ-Innovationsförderung entstand.

Das Format „Superkühe“ des WDR nutzte Sensortechnologie, um neue journalistische Zugänge zum Thema „Milchproduktion“ zu ermöglichen. Mittels interaktivem Chatbot konnten sich UserInnen 30 Tage lang über den Gesundheitszustand dreier Milchkühe in unterschiedlichen Betrieben in Deutschland informieren – und lernten so aus erster Hand mehr über die Auswirkungen unterschiedlicher Haltebedingungen.

Die Technologie für das Format entwickelte ein Team aus ProgrammiererInnen und ReporterInnen rund um Wissenschaftsjournalist Dr. Jakob Vicari im Rahmen des Projektes „SensorStory“ in der MIZ-Innovationsförderung.

Diakopoulos lobt die „Superkühe“ in seinem Artikel als Beispiel für einen spannenden Perspektivwechsel, der es ermöglicht, Wissen auf spielerische Art und Weise zu erfahren. Das Projekt nutze präzise Daten, um UserInnen näher an die Geschichte zu bringen und stehe so für innovative Formen des Storytelling in der journalistischen Berichterstattung.

>>> Artikel von Nicholas Diakopoulos in den Nieman Reports (auf Englisch)

>>> mehr über das Projekt SensorStory

>>> mehr über das Projekt „Superkühe“ des WDR