Yallah Deutschland

"Yallah Deutschland" ist ein zweisprachiges digitales Magazin für arabisch- und deutschsprachige Nutzer und Nutzerinnen, gemacht für Smartphones und für soziale Netzwerke.

Zweierteams – bestehend aus einem deutsch- und einem arabischsprachigen Reporter – beantworten in kurzen Videos, Slideshows und Q&A-Texten die Fragen, welche neu ankommende Flüchtlinge an Deutschland haben und die Deutsche an die Neuankömmlinge haben. Im Social Stream werden außerdem kuratierte News rund um Flüchtlinge gepostet.

Genauso wie ihre Zielgruppe hat auch das Team ganz verschiedene Hintergründe:

Wir sind aus Deutschland, Syrien, Österreich und Tunesien. Wir sind Zuhausegebliebene, Wirtschaftsflüchtlinge, Binnenmigranten, Flüchtlinge und Einwanderer. Wir sprechen Arabisch, Englisch, Deutsch und Französisch. Wir sind Männer und Frauen, jünger und älter, mit und ohne Medienerfahrung. Wir sind neugierig, enthusiastisch, unsicher, aufgeregt und experimentierfreudig."

Ihre Formate verbreiten sie hauptsächlich über Facebook, WhatsApp und Youtube auf mehreren, sprachspezifischen Channels. Die Seite www.yallahdeutschland.de ist Landingpage und Archiv für ihre Inhalte. Vorbilder sind die App und die Formate von AJ+ oder NowThisNews.

Test-UserInnen gesucht

Um herauszufinden wie solche Formate gestaltet, produziert und optimiert werden sollten, will Yallah Deutschland verschiedene Prototypen entwickeln und ab Januar 2016 live ausprobieren und testen.

Ab sofort suchen sie Test-UserInnen, die ihnen Feedback geben. Melden Sie sich, wenn Sie am Laufenden bleiben wollen: www.yallahdeutschland.de

Das Team hinter Yallah Deutschland

Iman Al Nassre, Social Media Managerin
Iman Al Nassre ist arabische Muttersprachlerin. Sie studierte zunächst modernes Hocharabisch am Institut Bourguiba des Langues Vivantes in Tunis. Derzeit studiert sie Politikwissenschaften in Berlin und probiert sich journalistisch aus.

Samih Amri, Redakteur
Samih Amri, aus Tunesien, ist freier Redakteur und Videojournalist bei der Deutschen Welle in Berlin. Er studierte Germanistik in Oldenburg und volontierte bei der DW in Bonn, Brüssel und Berlin.

Sebastian Esser, Inspiration
Sebastian Esser studierte Politik und Soziologie an den Universitäten Bonn, Konstanz und Sorbonne (Paris). Er absolvierte eine Redakteursausbildung an der Berliner Journalistenschule (18. Lehrredaktion). Er entwickelte und leitete das monatlich erscheinende Medienmagazin V.i.S.d.P., war Politikredakteur bei Vanity Fair Deutschland und gehörte zu den Gründern von Spredder, einen Online-Shop für journalistische Texte. Drei Jahre lang gab er selbst V.i.S.d.P. heraus, diesmal als wöchentliches Online-Medienmagazin und arbeitete außerdem als Medienentwickler und freier Autor. 2013 gründete er Krautreporter, Deutschlands erste Crowdfunding-Plattform für journalistische Projekte. 2014 entstand daraus das Magazin Krautreporter.

Vera Fröhlich, Projektleiterin
Vera Fröhlich ist 61 Jahre alt und Textchefin bei Krautreporter. Außerdem kümmert sie sich um die Finanzen. Sie ist Journalistin, Diplomagraringenieurin und CMS Online-Designerin. Zu ihrer Familie im weiteren Sinn gehören seit mehr als zehn Jahren „Wirtschaftsflüchtlinge“ aus Marokko und dem Irak. Außerdem kann sie Mähdrescher fahren, melken und besitzt drei Ziegen in Ruanda.

Moritz Geiser, Redakteur
Moritz Geiser kam über Theaterregie und Schauspiel zum Film. Ursprünglich aus dem Süden Deutschlands, lebt er seit vielen Jahren in Berlin und arbeitet dort freiberuflich als Editor und Filmemacher. 2014 dokumentierte er für das Zentrum für politische Schönheit die „Kindertransporthilfe des Bundes“, eine transmediale Kunstaktion, die das syrische Flüchtlingsdrama zurück in die öffentliche Wahrnehmung holte. Das Filmschaffen sieht Moritz Geiser als logische Fortsetzung seiner Tätigkeit als Psychologe. Von dem Psychologiestudium in Wien ist neben der Leidenschaft für die Geschichten und Motive der Menschen eine unsterbliche Liebe zu Austropop, österreichischer Literatur und Film geblieben.

Khaled Ghazi, ehrenamtlicher Redakteur
Khaled Ghazi studierte in Damaskus Englische Literatur, lebt aber seit September 2015 als syrischer Flüchtling in Deutschland. Er strebt es an, in Deutschland als Journalist zu arbeiten. Derzeit hospitiert er bei Krautreporter und bloggt mit Humor und Realismus über die Ziele, Schwierigkeiten und Erlebnisse von Flüchtlingen. Bei YallahDeutschland wird Khaled versuchen, die Fragen der YallahCommunity zu beantworten.

Sara Hesse, Kommunikationsdesignerin
Sara Hesse ist Kommunikationsdesignerin mit besonderer Leidenschaft für Interfacedesign und die Konzeption digitaler Produkte. Als Freiberuflerin arbeitete sie unter anderem für Edenspiekermann, GetYourGuide und Prepublic. Derzeit untersucht sie im Rahmen ihrer Abschlussarbeit die Möglichkeiten des generativen Storytellings im digitalen Kontext.

Viktoria Kleber, Redakteurin
Viktoria Kleber kann wie ein Seemann auf Arabisch schimpfen, was sie auf zahlreichen Rucksacktouren quer durch Nahost gelernt hat. Studiert hat sie Geschichte und Politik des Nahen Ostens in Berlin und Tel Aviv. 2011 ging sie nach Kairo und hat dort über die Ausschreitungen und Transformationsprozesse berichtet. Nach einem Volontariat bei der Deutschen Welle ist sie freie Reporterin beim RBB und der DW. Am liebsten berichtet sie mit und über Geflüchtete.

René Roth, Programmierung
René Roth ist freiberuflicher Programmierer, Designer und manchmal auch Mädchen für alles. Er hat zwar keinen coolen Lebenslauf, aber dafür eine Menge technisches Talent. Was er kann, das hat er sich als Autodidakt selbst beigebracht. René ist Jahrgang 1992 und lebt in Kiel, München und manchmal auch in Berlin. Auf seinem Blog www.reneroth.org schreibt er übers Programmieren und Computerprobleme.

Dominik Wurnig, Projektkoordinator
Dominik Wurnig ist visueller Journalist aus Wien. Schon als Kind wollte er zum Fernsehen – zunächst als Fußballkommentator. Nach einem Zwischenstopp beim Reality-Fernsehen arbeitete er als Datenjournalist bei der Spätnachrichtensendung ZiB2 beim ORF. Gemeinsam mit dem MIZ Babelsberg und dem ZDF hat Dominik auch schon www.lobbyradar.de gemacht. Angefeuert durch sein Journalismusstudium in New York, versucht Dominik visuelles Storytelling nun auch bei Krautreporter umzusetzen.

Förderprogramm

Das Projekt Yallah Deutschland wird vom MIZ-Babelsberg im Rahmen der Innovationsförderung für Medienprofis gefördert. Die Laufzeit der Förderung beträgt drei Monate.